Mit ‘web 2.0 und die gesellschaft’ getaggte Beiträge

Wissenschaft 2.0 war das Thema im Kurs „Web 2.0 und die Gesellschaft“ am 21. und 22. Mai (AW448 1a + 1b).

Grundlage waren die verschiedenen Diskussionsstränge rund um die öffentliche Wissenschaft (Open Science), welche Prof. Gabi Reinmann in Ihrem Blogartikel zum Thema „Wissenschaft 2.0?“ beschreibt. Diese umfassen neue Möglichkeiten und Praktiken in den Bereichen:

    1. Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis
    2. Öffentlicher Zugang zu Wissenschaft (Open Access)
    3. Öffentliche Beschäftigung mit der Wissenschaft
    4. Partizipative Wissensproduktion (Zusammenarbeit der Wissenschaftler)
    5. Öffentlich wirksames Wissenschaftsmarketing

Eine eigene Perspektive auf diese und verwandte Themen hat Dr. Wolfang Reinhardt aus der Universität Paderborn in seinem Gastvortrag zum Thema „Research 2.0 – Wie Forscher das Web 2.0 nutzen“ aufgezeigt. Der Gastvortrag ist als Slidecast in Slideshare zu finden (Dauer 15 Minuten). In dem Gastvortrag spricht Wolfgang Reinhard u.a. über das Filterproblem und bezieht sich dabei z.T. auf seine Doktorarbeit zum Thema „Awareness“. Dabei spannend finde ich die Diskussion dazu, inwiefern programmierte Filter  (u.a. Recommender-Systeme) unseren Umgang mit Informationen tatsächlich erleichtern können und wie das Zusammenspiel zwischen den Anforderungen an die Informations-/Medienkompetenzen der Nutzer und an die Gestaltung solcher Systeme ausgelegt werden kann. Was meinen Sie dazu?

Enterprise 2.0 beschreibt den Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen. Der Begriff wurde von dem Harvard-Professors Andrew P. McAfee in dem Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ eingeführt. Dort definiert Andrew P. McAfee Enterprise 2.0 folgendermaßen:

„Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers“

In den beiden Gruppen im Rahmen der Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ haben wir das Thema „Enterprise 2.0“ vor allem in Bezug auf die Änderungen in der  Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen diskutiert. Dazu habe ich zwei Gastreferenten eingeladen, um die aktuellen Entwicklungen in der Unternehmenspraxis zu beleuchten:

Die beiden Gastvorträge wurden in Adobe Connect aufgezeichnet und stehen allen Interessierten in Vimeo zur Verfügung.

Vielen Dank an die beiden Referenten für die interessanten Einblicke in das Thema Enterprise 2.0!

Gastvortrag von Dr. Jochen Robes (Weiterbildungsblog)

Gastvortrag von Harald Oppelcz (capinio)

Weitere Informationen zum Thema „Enterprise 2.0“ finden Sie auch hier:

Am 19. April hat im Rahmen der Sitzung zum Thema „Enterprise 2.0“ ein Workshop mit Frau Silvia Luber (Time2Learn) stattgefunden. Frau Luber begleitet durch Beratung und Coaching den Wechsel von einem klassischen Arbeitsumfeld hin zu Aufgaben in einer virtuellen Umgebung in Unternehmen. Die Studierenden konnten somit umfassende Einblicke in die Praxis gewinnen und das Thema Enterprise 2.0 anhand interessanter Praxisbeispiele diskutieren.

Hier eine kurze Zusammenfassung von F. Luber:

In vielen Unternehmen der freien Wirtschaft aber auch in Organisationen und öffentlichen Einrichtungen spricht man heute von Enterprise 2.0. Was aber ist eigentlich damit gemeint und vor allem – hat dieser Begriff für die unterschiedlichen Nutzer die gleiche Bedeutung?

Einig sind sich wohl alle darin anzunehmen, dass  Enterprise 2.0 eine neue Qualität der Vernetzung von Arbeitsprozessen innerhalb einer Organisation darstellt,  was speziell durch den Einsatz von Internet-Technologien getragen wird. Das erklärte Ziel dieser Prozesse ist allerdings eine umfassende und intensivere Zusammenarbeit von Mitarbeitern im Unternehmen, mit Kunden, Geschäftspartnern, Dienstleistern oder Lieferanten basierend auf Sozial –Media-Tools . Dadurch entstehen völlig neue Ansätze z.B. zur Lösung von Herausforderungen im Tagesgeschäft, zur Gestaltung von Innovationsprozessen und des Wissensmanagements in der Organisation.

Unternehmensziele (stark verkürzt) lesen sich dann wie in den folgenden Beispielen:

  • Geschäfte in virtuellen Welten machen
  • Digitale Inhalte für den Kunden bereitstellen
  • Flexibilität in Geschäftsmodelle und Informationssysteme einbauen
  • Marketing und Markenkommunikation befördern

An dieser Stelle beginnen die Fragen vieler Akteure in Unternehmen und Institutionen, wie denn solche vernetzen kollaborativen Arbeitsprozesse eigentlich im Detail zu gestalten seien und welche Anforderungen auf die betroffenen Mitarbeiter zukommen?

Durch Erfahrungen aus der Praxis wird ganz deutlich, dass der kompetente Umgang mit den entsprechenden Tools der technischen Infrastruktur  allein nur ein Teil der Herausforderungen sein kann.

Wesentlicher sind wohl die Veränderungsprozesse, die die Menschen in ihrem sozialen Verhalten in der Arbeitsumgebung selbst betreffen.

Wie wirken sich firmeninterne Blogs auf den Umgang mit Wissen und Erfahrungen aus? Welchen Beitrag kann ein Firmenwiki bei Entscheidungsprozessen in Projekten leisten? Hilft eine interne Kommunikationsplattform tatsächlich dabei, eine moderne Kommunikationskultur zu etablieren?

Die Liste der Fragen kann mit Sicherheit erweitert werden und bietet Raum für interessante Diskussionen.

Ich bedanke mich herzlich für den interessanten Workshop und lade die Studierenden dazu ein, über die Kommentar-Funktion in diesem Blog mit F. Luber über weitere Aspekte von Enterprise 2.0 zu diskutieren.