Mit ‘social media’ getaggte Beiträge

Im Sommersemester 2013 im Studium Generale lehre ich in drei Kursen im Bereich „Digital Media & Society“ in der Mediensoziologie. Diese sind:

  • Web 2.0 und die Gesellschaft
  • Mobile Web und die Gesellschaft
  • Medienforschung in Social Media

Alle drei Kurse sind gut ausgelastet mit Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen und Studiengängen an der Beuth Hochschule. Es ist sehr spannend mit solchen heterogenen Gruppen zu arbeiten. Um die verschiedenen Interessen und Perspektiven aufzunehmen und für alle gewinnbringend einzusetzen, steht Projektgruppenarbeit zu ausgewählten Themen mit Kurzvorträgen in der Rolle der „Experten“ für das jeweilige Thema nach dem Ansatz „Lernen durch Lehren“ (LdL) auf dem Plan.

Die erste Bestandsaufnahme (Online Umfrage) diese Woche ergab viele interessante Einblicke in die Vorerfahrungen und Themen, die die Studierenden beschäftigen. Diese Themen sind, z.B.:

  • Digital natives, bin ich auch einer?
  • Digital Natives: Eine unpolitische Generation?
  • Web 2.0 und die Generation 50+?
  • „Generation-Facebook“: Aufwachsen mit Social Media?
  • Der gläserne Mensch: Web 2.0 eine Gefahr für die eigene Identität?
  • Der psychologische Einfluss der sozialen Netzwerke auf die Nutzer?
  • Wie wirkt sich Facebook & Co auf das soziale Verhalten im Alltag aus?
  • Auswirkung von Social Media auf zwischenmenschliche Beziehungen?
  • Internet – eher Werbung- als Informations- und Kommunikationsplattform?
  • Facebook- warum ist es auf einmal so berühmt geworden? Warum haben sich mittlerweile über eine Milliarde Menschen bei Facebook angemeldet?
  • Warum gibt man seine Privatsphäre teilweise komplett in sozialen Netzwerken auf?
  • Onlinesucht durch gesellschaftliche Zwänge (z.B. Facebook)?
  • Abhängigkeit, Nutzung und Intentionen bei der Nutzung von Social Media und den jeweiligen Nutzergruppen (Unternehmen/Privatleute,  jung/ alt etc.)?
  • Was für eine Auswirkung haben die Social Medien auf uns Menschen?
  • Für was wird das mobile Internet genutzt? Von wem wird es genutzt?
  • Sicherheit und Sicherheitslücken des mobilen Webs z. B. Ist Online-Banking auf einem mobilem Endgerät sicher?
  • Welche Daten werden im Internet weitergegeben wenn man sich in einem Social Network anmeldet und wie kann man sich schützen?
  • Rechtlicher Schutz im Mobilen Web (Schutz der Privatsphäre in Europa im Vergleich zu den USA und anderen Ländern)?
  • Welche Alternativen gibt es zu Facebook und StudiVZ?
  • Betrachtungsweisen von Social Media in anderen Ländern und Kulturen?
  • Potenzial und Gefahren von Social Media in Hinblick auf die Gesellschaft vor allem Jugendliche & Mobbing?
  • Kommunikation in Social Media im Studium?
  • Unternehmenskommunikation mit Hilfe von Web 2.0?
  • Forschungsmöglichkeiten im Bereich Social Media?
  • Welchen Einfluss hatte das mobile Web im Arabischen Frühling? (Revolutionen in Ägypten, Syrien etc.)?
  • Welchen Einfluss hat das mobile Web auf unseren Alltag? Wie verändert es uns? (z.B. Abhängigkeit vom Smartphone oder Apps)?
  • Welchen Einfluss hat das mobile Web auf unsere Privatsphäre (Stichwort Überwachungsstaat)? Gefahr des Machtmissbrauchs von Regierungen?
  • Internationale, Gender, Generationen Unterschiede in der Nutzung von Mobile Web?
  • Prognosen/Statistiken für die Zukunft: Was erwartet uns: Zielgruppen, Abhängigkeiten, Technologien wie Augmented Reality im Alltag (Google Glasses)?
  • Möglichkeiten für die Zukunft – Verbindung der Arbeitswelt und Geschwindigkeitsgrenzen (LTE)? Zukünftige Nutzungsbereiche von Mobile Web?
  • Auswirkungen auf das zukünftige gesellschaftliche Leben, u.a. Auswirkung von diversen User-Generated-Content auf dessen virale Verbreitung?
  • Wie sieht die Zukunft und Entwicklung der Social Medien aus? Wie wird „Social Media“ technisch in Zukunft in das „Leben“ eingebunden?

Vielen Dank an alle Studierenden für diesen Einblick in die Fragen, die Sie beschäftigen und auf die Sie Antworten suchen!

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Am 4. Juni 2012 hat uns Guido Brombach (DotCom-Blog) einige interessante Einblicke in das Thema „Politische Bildung und Web 2.0“ war das Thema am 4. Juni 2012. Guido Brombach arbeitet in der politischen Erwachsenenbildung beim DGB Bildungswerk. Er beschäftigt sich sowohl mit Medien, wie mit ihnen Politik gemacht wird, als auch mit Medien als Hilfsmittel für die Vermittlung. Es schreibt in seinem Blog:

Medien schreien nach selber machen, das ist seiner Meinung nach für den Lernprozess absolut entscheidend.

Guido Brombach ist bei dem virtuellen Gastvortrag insbesondere auf die partizipatorische Bildung und partizipatorische Bildungsangebote eingegangen. Vorgestellt wurde u.a. die Idee von Barcamps, die anhand eines spannenden Beispiels vom POLITCAMP anschaulich dargestellt wurde.

Ich empfehle die Aufzeichnung und bedanke mich bei @gibro für seine Bereitschaft auch sehr kurzfristig einen Vortrag in Adobe Connect gestalten zu wollen und können!

Politische Bildung und Web 2.0 from Ilona Buchem on Vimeo.

Enterprise 2.0 beschreibt den Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen. Der Begriff wurde von dem Harvard-Professors Andrew P. McAfee in dem Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ eingeführt. Dort definiert Andrew P. McAfee Enterprise 2.0 folgendermaßen:

„Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers“

In den beiden Gruppen im Rahmen der Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ haben wir das Thema „Enterprise 2.0“ vor allem in Bezug auf die Änderungen in der  Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen diskutiert. Dazu habe ich zwei Gastreferenten eingeladen, um die aktuellen Entwicklungen in der Unternehmenspraxis zu beleuchten:

Die beiden Gastvorträge wurden in Adobe Connect aufgezeichnet und stehen allen Interessierten in Vimeo zur Verfügung.

Vielen Dank an die beiden Referenten für die interessanten Einblicke in das Thema Enterprise 2.0!

Gastvortrag von Dr. Jochen Robes (Weiterbildungsblog)

Gastvortrag von Harald Oppelcz (capinio)

Weitere Informationen zum Thema „Enterprise 2.0“ finden Sie auch hier:

Web 2.0 schafft neue Wege im Personalmanagement und Personalbeschaffung. Das Thema Recruiting 2.0 ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer/Bewerber gleichermaßen interessant. Unternehmen entdecken neue Wege zur Positionierung in Web 2.0, sog. Employer Branding und erstellen nicht nur Profile in den Karrierenetzwerken (Xing, LinkedIn), sondern auch Fanpages in Facebook, wo der direkte Dialog mit Interessenten und Bewerbern stattfinden kann.  Jobsuchende, Bewerber, Selbstständige suchen nach neuen Möglichkeiten der persönlichen Markenbildung im Web 2.0, sog. Personal Branding. Spannend bleibt auch die Fragen nach Chancen und Herausforderungen von sog. Social Screening, d.h. Beobachtung und Bewertung der Aktivitäten der Mitarbeiter und Bewerber in Social Media.

Am vergangenen Montag habe ich den Gastvortrag zum Thema Recruiting 2.0 mit Frau Nina Kalmayer/newrecruiting – the HR Trend Scouts in Adobe Connect für die Studierenden im Modul „Web 2.0 und die Gesellschaft“ (AW448) aufgezeichnet. Fra Kalmeyer ist u.a. als Coach, Bloggerin, Autorin, Twitterista und Beraterin für Social Media & Recruiting aktiv und beschätfigt sich mit den aktuellen Trends aus der HR-Welt, insbesondere in den Bereichen Recruiting und Personalmarketing. Der Gastvortrag ist sehr spannend und gibt viele interessante Einblicke vor allem in aktuellen Entwicklung im Bereich Employer Branding, der auch neue Möglichkeiten für Informationsbeschaffung über potenzielle Arbeitgeber und den direkten Austausch mit Unternehmen für Jobsuchende und Bewerber schafft. Ich lade alle dazu ein, sich diese Aufzeichnung anzuschauenm u mehr darüber zu erfahren, was sich im HR-Bereich durch Web 2.0/Social Media verändert:

Recruiting 2.0 from Ilona Buchem on Vimeo.

@Nina Kalmayer – vielen Dank für Ihre Zeit und diesen spannenden Einblick!

Journalismus und Politik  mit/in Web 2.0/Social Media ist ein sehr breites Thema. Um hier den Studierenden den ersten Einblick in dieses Themenfeld zu geben, habe ich Akzente auf die folgenden Themen gesetzt:

  • Klassische Medien in der Web 2.0 Welt
  • Bürgerjournalismus
  • Politische Parteien und einzeln Politiker in der Web 2.0 Welt
  • Open Data und Datenjournalismus
  • Veränderungen im Spannungsfeld zwischen Journalismus und Politik 2.0
  • Formen der E-Partizipation (u.a. E-Information, E-Transparenz, E-Konsultation, E-Petition, E-Diskurs und E-Wahlen)
  • Bezüge zwischen E-Partizipation, Web 2.0 und Demokratie

Zu allen diesen Themen habe ich aktuelle Beispiele vorgestellt.

Diese Themen wurden dann im virtuellen Gastvortrag von Jürgen Ertelt von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.  Jürgen Ertelt hat viele spannende, aktuelle Entwicklungen vorgestellt  und ist auf einige Themen ausführlicher eingegangen, vor allem auf neue Kommunikations- und Organisationsformen im Rahmen von E-/Partizipation, u.a. Anonymität, Themenbezogenheit, dezentrale Verteilung der Macht, Schwarmkommunikation, delegierte Abstimmungen, Open Government und Transparenz.

Die Aufzeichnung des Vortrags befindet sich im Vimeo-Kanal zu meinen Lehrveranstaltungen an der Beuth Hochschule für Technik und kann auch direkt unten angeschaut werden.

Vielen Dank an Jürgen Ertelt für diesen aufschlussreichen Vortrag und die rege Diskussion im Anschluss!

Politik 2.0 from Ilona Buchem on Vimeo.

Recruiting 2.0 hat unterschiedlichen Facetten und kann aus unterschiedlichen Perspektiven Betrachtet werden. Bezogen auf die Darstellung der Bewerber in Social Media ist u.a. von Personal Branding die Rede. Bezogen auf die Darstellung der Arbeitgeber wiederum wird von Employer Branding gesprochen. Für alle Beteiligten ist Online Reputation Management entscheidend. Diese und ähnliche Themen standen im Vordergrund der heutigen Lehrveranstaltung.

Angefangen haben wir mit dem Thema Social Screening und der SHRM Studie aus 2011, aus der sichtbar wird, dass – wider Erwartungen – nur wenige Organisationen Social Screening als Methode zur Bewertung von Kandidaten anwendet: Nur 18% der an der Studie Beteiligten HR Spezialisten aus den USA gaben an, Social Screening in der Praxis einzusetzen, um zusätzliche Informationen über Aktivitäten der Bewerber zu gewinnen. Die wichtigsten Gründe für diese Zurückhaltung liegen in den Bedenken bzgl. der rechtlichen Konsequenzen, welche u.a. auf Diskrimination schließen lassen könnten. Wenn gescreent wird, dann sind es meistens Kandidaten für Management-Positionen. Diese werden meistens nach dem Jobinterview und vor dem Jobangebot in Social Media gescreent. Dazu werden vor allem solche Kanäle wie LinkedIn, Facebook, MySpace und Twitter nach Aktivitäten durchsucht.

Was jedoch die Suche nach geeigneten Kandidaten angeht, hier zeigt eine andere Studie von SHRM, dass ca. 56% der Befragten HR Spezialisten Social Media einsetzt. Davon suchen 72% nach passiven Kandidaten, was auf einen Wandel in der Personalrekrutierung hinweist: man schaltet nicht nur Anzeigen an und wartet auf aktive Bewerber, sondern nutzt die Möglichkeiten von Social Media auch passive Bewerber zu entdecken und sie über Karrieremöglichkeiten zu informieren. Laut der Studie von LinkedIn mit dem Titel „Recruiting 2.0“ setzten in Deutschland ca. 29% der Unternehmen Soziale Netzwerke als Rekrutierungsinstrumente ein.

Vor diesem Hintergrund haben wir über die Möglichkeiten von Personal Branding diskutiert, vor allem warum persönliche Markenbildung und Online Reputation Management an Bedeutung gewinnt und wie diese von einzelnen Bewerbern aktiv und bewusst in den Griff genommen werden kann.

Unser Gastdozent – Tobias Kärcher – stellte anschließend die Perspektive der Arbeitgeber dar. In seinem Vortrag zum Thema „Employer Branding“ hat Tobias Kärcher viele interessante Beispiele für Employer Branding vorgestellt und auf wichtige Aspekte hingewiesen, u.a. jeder Employer Branding Strategie ist sehr individuell und muss an die jeweiligen Zielgruppen und Ziele angepasst werden. Aus diesem Grund ist es schwierig eine Bewertung oder ein Rating von Unternehmen bezogen auf die Branding-Strategie vorzunehmen. Die Aufzeichnung des Vortrags befindet sich ich im Vimeo-Kanal „Web 2.0 und Mobile Web“ – ich lade alle dazu ein, sich die Aufzeichnung anzuschauen. Wen das Thema „Recruiting 2.0“ interessiert sollte auch den lesenswerten Blog – Wollmilchsau – kennenlernen!

Enterprise 2.0 ist seit 2006, d.h. seit dem Andrew McAffee seinen Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ veröffentlicht hat, in aller Munde. Die Ursprünge reichen aber zumindest bis ins Jahr 1999, in dem das bekannte Cluetrain Manifest nach den traumatischen Erlebnissen der Dot-Com-Blase erschienen ist. Schon damals wurde Enterprise 2.0-ähnliche Thesen formuliert, wie u.a.

  • Märkte sind Gespräche.
  • Das Internet ermöglicht Gespräche zwischen Menschen.
  • Die Märkte bestehen aus Menschen, nicht aus demographischen Segmenten.
  • Hyperlinks untergraben Hierarchien.
  • Die vernetzten Gespräche ermöglichen es, dass sich machtvolle neue Formen sozialer Organisation und des Austauschs von Wissen entfalten.
  • Als Resultat dieser Entwicklung werden Märkte intelligenter, besser informiert und besser organisiert.
  • Es gibt keine Geheimnisse mehr. Die vernetzten Märkte wissen über die Produkte der Unternehmen mehr, als die Unternehmen selbst. Ob die Nachricht gut oder schlecht ist, sie wird weitergegeben

Heute im Seminar haben wir uns diesem spannenden Thema gewidmet.

Ausgehend von der Definition von Enterprise 2.0 von Andrew McAfee:

“Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers”,

welche er in diesem Video auf YouTube noch genauer erläutert,

haben wir über Enterprise 2.0 als Plattform und Enterprise 2.0 als Unternehmenskultur diskutiert.

Unsere Gastdozentin heute war Frau Ellen Trude, die als Training Consultant bei Bayer Business Services GmbH, arbeitet und im Blog „Trainingskonzepte“ bloggt. Frau Trude stellten den Ansatz von Enterprise 2.0 sehr plastisch dar. Die Aufzeichnung des Gastvortrags steht im Vimeo für alle Interessierten zur Verfügung. Ellen Trude hat den folgenden Link zu Policies und Guidelines für Social Media vorgeschlagen: http://livebinders.com/play/play?id=6233 und Ihre Folien in SlideShare hinterlegt. Sie können auch den Vimeo-Channel mit Aufzeichnungen aus der Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ abonnieren.

Ich bedanke mich bei Frau Trude für den Vortrag und den Austausch mit den Studierenden und freue mich auf die ersten Mikroartikel der Studierenden zum Thema „Enterprise 2.0“.