Mit ‘open access’ getaggte Beiträge

Wissenschaft 2.0 war das Thema im Kurs „Web 2.0 und die Gesellschaft“ am 21. und 22. Mai (AW448 1a + 1b).

Grundlage waren die verschiedenen Diskussionsstränge rund um die öffentliche Wissenschaft (Open Science), welche Prof. Gabi Reinmann in Ihrem Blogartikel zum Thema „Wissenschaft 2.0?“ beschreibt. Diese umfassen neue Möglichkeiten und Praktiken in den Bereichen:

    1. Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis
    2. Öffentlicher Zugang zu Wissenschaft (Open Access)
    3. Öffentliche Beschäftigung mit der Wissenschaft
    4. Partizipative Wissensproduktion (Zusammenarbeit der Wissenschaftler)
    5. Öffentlich wirksames Wissenschaftsmarketing

Eine eigene Perspektive auf diese und verwandte Themen hat Dr. Wolfang Reinhardt aus der Universität Paderborn in seinem Gastvortrag zum Thema „Research 2.0 – Wie Forscher das Web 2.0 nutzen“ aufgezeigt. Der Gastvortrag ist als Slidecast in Slideshare zu finden (Dauer 15 Minuten). In dem Gastvortrag spricht Wolfgang Reinhard u.a. über das Filterproblem und bezieht sich dabei z.T. auf seine Doktorarbeit zum Thema „Awareness“. Dabei spannend finde ich die Diskussion dazu, inwiefern programmierte Filter  (u.a. Recommender-Systeme) unseren Umgang mit Informationen tatsächlich erleichtern können und wie das Zusammenspiel zwischen den Anforderungen an die Informations-/Medienkompetenzen der Nutzer und an die Gestaltung solcher Systeme ausgelegt werden kann. Was meinen Sie dazu?

Wissenschaft 2.0 ist ein interessantes und breites Thema. Viele Studierende, vor allem Bachelor-Studierende, die gestern an der Lehrveranstaltung teilgenommen haben, haben sich wahrscheinlich gefragt „Was hat Wissenschaft 2.0 mit meinem Leben zu tun?“

Ich hoffe, dass die Themen, die vorgestellt und diskutiert wurden, u.a.:

  • Literaturverwaltung und Forschungskooperationen mit Mendeley
  • Open Access und deren für den Zugang zu Informationen und gleichzeitig für den Impact der Forschung
  • Creative Commons Lizenzen als Baukastensystem für Jedermann
  • Virtuelle Kooperationen der Wissenschaftler am Beispiel des Projekts L3T

einige wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten der Gestaltung verschiedener wissenschaftlicher und wissenschaftsnaher Aktivitäten im Studium und darüber hinaus gegeben haben. Literaturverwaltung, Open Access, Creative Commons und virtuelle Zusammenarbeit – all das können Studierende gewinnbringend für sich und andere einsetzen.

Der virtuelle Gastvortrag von Dr. Martin Ebner (TU Graz) zum L3T-Projekt, bezog sich auf mehrere Aspekte von L3T, u.a. Open Educational Resources, Open Access, virtuelle Kollaborationen, PR und Marketing und Refunding von derartigen Projekten. Die Aufzeichnung befindet sich im Vimeo-Kanal „Web 2.0 und Mobile Web“. Die Folien hat Martin Ebner auf SlideShare veröffentlicht und dazu einen Blogbeitrag geschrieben.

@mebner danke für den interessanten Bericht aus erster Hand!

Im Fokus der Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ stand diese Woche das Thema Kultur 2.0. Unsere Arbeitsdefinition von Kultur haben wir an die Wikipedia angelehnt. Demnach ist Kultur

„im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur.“

Anhand einiger Beispiele aus der Welt der Literatur und Filme, u.a. die Verfilmung der „Hexe von Portobello“ von Paolo Coelho, der Film „Das Leben in einem Tag“, das Lehrbuch L3T, haben wir uns mit dem Crowdsourcing-Ansatz bei der Erstellung von Drehbüchern, Filmproduktion und Schreiben von Büchern auseinandergesetzt.

Ein weiteres Thema war Open Access im Bezug auf wissenschaftliche Publikationen und Kunst. Hier haben wir die folgenden Beispiele unter die Lupe genommen: frei zur Verfügung gestellte Bilder aus der Library of Congress (USA) auf Flickr, digitalisierte Sammlung der Yale-Universität und Open Choice bei Springer.

Im Anschluss wurden Studierende in zwei Gruppen aufgeteilt und jede las ein der beiden Texte zum Thema Kulturflatrate:

Danach haben wir Argumente für und gegen die Einführung von Kulturflatrate ausgetauscht und eine interessante Diskussion zu diesem Thema geführt.

Der virtuelle Gastvortrag kam dieses Mal von Wenke Richter, die zum Thema „Wissenschaftspublishing 2.0“ referiert hat. Die Aufzeichnung findet sich in YouTube:

Einen Blogbeitrag dazu hat die Referentin in Ihrem Blog veröffentlicht:

Ich bedanke mich herzlich bei Wenke Richter und möchte an dieser Stelle die Studierenden ermutigen offene Fragen zu diesem Thema über die Kommentar-Funktion zu diesem Blogpost an die Referentin zu richten.

Nach dem virtuellen Gastvortrag habe ich noch kurz den Creative-Commons-Ansatz zum Umgang mit Urheber- und Nutzungsrechten im Internet als Wandel von „Alle Rechte vorbehalten“ zu „Manche Rechte vorbehalten“ vorgestellt.

Im praktischen Teil habe ich das Thema Podcasting als eine Form von Mediacasting angesprochen. Die Hausaufgabe für diese Woche besteht darin, einen Artikel zum Thema „Kunst 2.0“ diesmal als ein Mediacast (Podcast, Videocast oder Screencast) zu gestalten und im eigenen E-Portfolio zu verlinken/einzubetten.

Ich bin gespannt, wie diese Aufgabe gelöst wird!