Mit ‘e-portfolio’ getaggte Beiträge

Evaluation und E-Portfolios

Veröffentlicht: Februar 20, 2012 in Evaluation
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Das Wintersemester ist zu Ende und die Evaluationsergebnisse sind da. Ich blicke auf die gemeinsamen Erfahrungen im Modul „Web 2.0 und die Gesellschaft“ mit viel Freude zurück. Es war spannend die Erweiterung/Veränderung der mitgebrachten Perspektiven und die Entwicklung der Kompetenzen in der  E-Portfolio-Arbeit zu beobachten. Mit den Ergebnissen der E-Portfolio-Arbeit bin ich sehr zufrieden – viele Studierende haben Web 2.0 gestalterisch-kreativ eingesetzt und viele spannende Mikroartikel mit einer eigenen Reflexion geschrieben.

Hier ein paar gelungene Beispiele für E-Portfolios aus dem Kurs „Web 2.0 und die Gesellschaft“

Nach dem Semester ist vor dem Semester und damit kommt nun die Zeit für eine Reflexion. Hier helfen mir vor allem die Kärtchen, auf denen die Studierenden in der Abschlussveranstaltung die positiven und die negativen Eindrücke aus dem Seminar festgehalten haben. Daraus lerne ich vor allem, dass die Studierenden:

  • die interaktive Gestaltung der Lehrveranstaltung und die praktische Nutzung von Web 2.0
  • die Themenauswahl und die Themenbreite inklusive der Praxisbeispiele
  • die virtuellen Gastvorträge mit zusätzlichen Einblicken/Meinungen zu verschiedene Kursthemen
  • die E-Portfolio Arbeit insbesondere im Bezug auf die neue Möglichkeit der Leistungsdarstellung

auf der sonnigen Haben-Seite verbucht haben.

Auf der Soll-Seite stehen vor allem:

  • Die Vorgabe zu der Anzahl und zur thematischen Ausrichtung der Mikroartikel im E-Portfolio. Hier wünschen sich die Studierenden noch mehr Auswahl- und Gestaltungsfreiheit.
  • Hoher Zeitaufwand vor allem im Bezug auf die Recherche und das Verfassen von Mikroartikel im E-Portfolio. Hier schlagen Studierende vor: Zum einen, keine Angaben zum Umfang der Mikroartikel zu machen, und zum anderen, verschiedene Formate der E-Portfolio-Beiträge anzubieten.
  • Anmeldung bei vielen verschiedenen Web 2.0 Diensten. Hier schlagen Studierende vor, dass sich jeder Studierende am Anfang des Kurses eine temporäre E-Mail Adresse für den Kurs anlegt.

Ich danke allen für diese konstruktive Kritik und die Verbesserungsvorschläge! Diese werde ich bei der Konzeption und Gestaltung des Moduls im Sommersemester berücksichtigen.

Ambivalent bleiben, ähnlich wie im letzten Jahr, die zwei folgenden Punkte:

  • Freiwillige Teilnahme vs. Anwesenheitspflicht? Einige Studierende sind mit der freiwilligen Teilnahme zufrieden, andere  schlagen die Anwesenheitspflicht vor, um die regelmäßige Teilnahme zu erhöhen.
  • Web 2.0 Tools: mehr oder weniger? Einige Studierende wünschen sich noch mehr praktischer Erfahrung, andere plädieren für weniger Tools.

Im Bezug auf die letzten zwei Punkte möchte ich im Sommersemester einen Gamification-Ansatz ausprobieren, mit dem Ziel , ohne zu viel Zwang und Druck zur aktiven Teilnahme und zur über die direkten Erfahrungen im Seminarraum hinausgehende Exploration der weiteren Tools, Formate etc. anzuregen. Mal schauen, ob es klappt. Ich freue mich auf die neue Konzeptionsphase!

E-Portfolio Didaktik

Veröffentlicht: August 24, 2011 in E-Portfolio
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Heute während des Sommer-Treffens der E-Portfolio Initiative Berlin-Brandenburg,  diesmal beim Frauen Computer Zentrum Berlin, habe ich das E-Portfolio Konzept aus der Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ vorgestellt. Hier die Folien:

Wir haben heute viele interessante Themen im Bezug auf E-Portfolios diskutiert, u.a.:

  • Präsentations- vs. Entwicklungsportfolios
  • Identität und Online Reputationsmanagement
  • Reflexion und reflexionsfördernde Tools

Das nächste Treffen zum Thema „Mahara“ ist für Oktober 2011 an der Beuth Hochschule für Technik geplant. Ich freue mich schon auf den Erfahrungsaustausch!

Erst nach dem Semesterende habe ich endlich Zeit gefunden, die Ergebnisse der Evaluation des Seminars „Web 2.0 und die Gesellschaft“ unter die Lupe zu nehmen. In den kommenden, abschließenden Posts zu AW448 im Sommersemester 2011 möchte ich einige, teilweise überraschende, Ergebnisse und meine Schlussfolgerungen für die Neugestaltung im Wintersemester 2011/12 Schritt für Schritt vorstellen.

Heute starte ich mit der Frage danach, ob Studierende ausreichend viele Web 2.0 Ansätze und Tools kennenlernen und praktisch ausprobieren konnten. Was mich in diesem Semester überrascht ist, dass relativ viele Studierende ähnliche Antworten formulieren:

  • „Viele Tools kannte ich schon vorher“
  • „Die Anzahl der eingesetzten Tools hielt sich in Grenzen“
  • „Einen Teil der Tools kannte ich schon. Es sind aber auch neue dazu gekommen“
  • „Weitere Tools würde ich noch gerne ausprobieren“

Diese Antworten deuten darauf hin, dass Studierende mehr Tools „vertragen“, oder sich sogar wünschen würden. Das ist interessant, da es im letzten Semester viele Stimmen gab, die meinten, dass es viel zu viele Tools gab! Die Frage ist nun – woran liegt es? Waren Studierende in diesem Semester mit einem anderen Vorwissen ausgestattet? Wurde die Anzahl von Tools zu sehr eingeschränkt?

Ich glaube, es sind zwei Themen. Zum einem  geht es darum, welche Tools seminarunterstützend eingesetzt werden, um z.B. Kommunikation und Organisation zu unterstützen. Zum anderen, geht es darum, welche Tools unabhängig von der Seminarorganisation ausprobiert werden können, um z.B. E-Portfolios gestalten zu können oder einfach neue Tools kennenzulernen.

Zum Punkt 1: In diesem Semester habe ich vier Kerndienste eingesetzt: (a) Seminar-Wiki/Wikispaces – zur Dokumentation von Modulinhalten und Koordination der Gruppenarbeit, (b) Seminar-Blog/Wordspress – zur öffentlichen Kommunikation des Modulverlaufs, (c) Seminar-Microblog/ Edmodo zur internen, spontanen Kommunikation aller Teilnehmer/Innen und (d) Virtuelle Gastvorträge/Adobe Connect zur Durchführung und  Aufzeichnung synchroner Vorträge mit externen Referenten. Im Vergleich zum letzten Semester habe ich auf Seminar-Bookmarks/Diigo, Seminar-Community/Mixxt und Seminar-Wall/Wallwisher verzichtet und wie ich meine, aus einem guten Grund – es gab einfach zu viel Überlappung zwischen den einzelnen Tools. Mit der Auswahl und der Konzentration auf die vier wichtigsten Tools bin ich zufrieden und werde diese im nächsten Semester in der ähnlichen Form beibehalten.

Zum Punkt 2:  Das praktische, von der Seminarorganisation unabhängige, Ausprobieren von Tools, kam tatsächlich in diesem Semester zu kurz. Aus der heutigen Perspektive kann ich sagen, dass es schwierig ist, bei der Aufteilung einer 90-minütigen Veranstaltung in einen Theorie- und Praxisteil, die Balance zwischen den beiden Aspekten beizubehalten oder genauer gesagt – beide Teilen unter einem Hut zu kriegen. Deswegen möchte ich im kommenden Semester die Kursorganisation verändern, und zwar den Theorie- und Praxisanteil in Form von separaten Sitzungen planen. Die Idee ist, abwechselnd, Woche für Woche, eine theorieorientierte Sitzung (also eine Art „Vorlesung“) mit meinem Vortrag und einem kurzen, ergänzenden virtuellen Gastvortrag und Diskussionsrunden mit Studierenden, und ein Praxis-Workshop (also eine Art „Übung“), wo eben die unterschiedlichen Tools ausprobiert werden können, zu verzahnen.

Durch diese Trennung hoffe ich, mehr Zeit dafür zu gewinnen, beide Teile auszubauen und Inhalte zu vertiefen. Die gewonnene Zeit muss ich dann woanders einsparen. Meine Überlegung ist den Aufwand für die abschließende Konzeptausarbeitung in Gruppen reduzieren und mehr in in die Führung des eigenes E-Portfolios zu investieren. Für die Studierende würde diese Änderung ein Mehr an fortlaufender und ein Weniger an abschließender Arbeit bedeuten. Wird sich diese noch stärkere Gewichtsverlagerung von „summativ“ (Abschlussarbeit) auf „formativ“ (E-Portfolio) positiv auf die Kursorganisation und die Lernergebnisse auswirken? Ich vermute, dass vor allem der hohe Druck am Ende des Semesters, der für Studierende mit dem „Klausurstress“ verbunden ist, reduziert wird. Alles weitere wird sich zeigen.

Für alle Hinweise und Meinungen bin ich sehr dankbar!

Mit dem Ende des Sommersemesters möchte ich nun die Abschlussarbeiten in Form von E-Portfolios, die im Rahmen des Seminars „Web 2.0 und die Gesellschaft“ (Kürzel und Hashtag: AW440) erstellt wurden, kurz vorstellen.

In diesem Semester haben Studierende E-Portfolios geführt, die sie mit beliebigen Web 2.0 Tools umsetzten konnten. Durch den Einsatz von E-Portfolios habe ich zwei Lehrziele verfolgt. Zum einem sollten die in der Lehrveranstaltung behandelten Themen (u.a. Enterprise 2.0, Politik 2.0, Journalismus 2.0) je nach persönlichem Interesse vertieft werden. Zum anderen sollte durch die Auswahl, Kombination und Anwendung von unterschiedlichen Tools die praktische Handhabung gelernt (u.a. Wie funktionieren unterschiedliche Tools?  Was sind die Unterschiede?) und die Sensibilisierung für Möglichkeiten und Grenzen von Web 2.0 gestärkt werden (u.a. Wie lassen sich meine Ideen umsetzen? Was muss im Punkto Copyrights beachtet werden?).

Um eine intensivere, persönliche Auseinandersetzung  und Vertiefung von Themen zu fördern, haben Studierende Mikroartikel zu ausgewählten Beispielen und mit abschließenden Diskussionsfragen zu jedem Thema fortlaufend geschrieben. Zusätzlich wurden in kleinen Gruppen ausgewählte Fallbeispiele in Form von anwendungsorientierten Konzepten ausgearbeitet.

Die Mikroartikel (Einzelarbeit) und die Fallbeispiele (Gruppenarbeit) waren die zwei Hauptbestandteile von E-Portfolios. Die abschließende Bewertung umfasste die Bewertung der einzelnen Mikroartikel, der kollaborativ ausgearbeiteten Fallbeispiele und der medialen Umsetzung von E-Portfolios.

Es gibt viele E-Portfolios, die erkennen lassen, dass Studierende persönlichen Interessen mit großem Engagement nachgehen konnten, eigene Ideen kreativ mit Web 2.0 Tools umsetzen konnten und die Zeit investiert haben, die Möglichkeiten von Web 2.0 zu entdecken.

Was mich am meisten freut ist, nach einer abgeschlossenen Lehrveranstaltung den Eindruck zu haben, dass die Studierenden etwas für ihr Leben mitgenommen haben, bisherige Praktiken in Frage gestellt oder geändert haben, auf neue Gedanken gekommen sind, und all das, was im Seminar gelehrt, gelernt und erlebt wurde, Interesse für die neue Sichtweise, die mit Web 2.0/Social Media verbunden ist, geweckt hat.

Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Die Studierenden haben viel Zeit und Mühe aufgebracht, die neuen Konzepte zu verstehen und anzuwenden. (Einige haben jedoch den relativ hohen Aufwand als Kritikpunkt geäußert. Darüber schreibe ich aber mehr im nächsten Artikel, in dem ich die Evaluationsergebnisse diskutieren werde).

Aus den Gesprächen mit den Studierenden weiß ich, dass es manchmal viel Überwindung kostete, die gewohnte Vorgehensweise, sei es bei der Gruppenarbeit oder der bei der Kommunikation im Seminar, ad acta zu  legen und sich auf ein Neuland einzulassen. Es gab Studierende, die vor den Personen in der privaten oder beruflichen Umgebung die öffentliche Darstellung der eigenen Person und der eigenen Lernprozesse und Lernergebnisse rechtfertigen mussten. Es gab Studierende, die inspiriert wurden und andere inspiriert haben, in dem sie z.B. andere ermuntert haben, mit Wikis im Studium zu arbeiten. Alles in allem war es für mich sehr spannend, die spannenden Entwicklungen zu beobachten und zu begleiten.

An dieser Stelle möchte ich einige besonders gelungene Beispiele von E-Portfolios präsentieren:

E-Portfolios auf der Basis von Blogs (u.a. WordPress, Tumblr):

E-Portfolios auf der Basis von Wikis (u.a. Wikispaces, DokuWiki):

Vielen Dank an alle Studierenden für diese tolle Arbeit!

Heute beschäftigen wir uns mit den Themen Identitäts- und Beziehungsmanagement in Web 2.0. Die einzelnen Punkte waren:

  • Online Reputation Management: Welche Techniken und Strategien setzte ich ein, um meine Reputation (= guten Namen, guten Ruf) im Web 2.0 zu pflegen?
  • Bewerbung im Zeitalter von Web 2.0: Worauf achten die Personalverantwortlichen? Wo suchen sie nach Informationen zu den Kandidaten? Wie kann ich aktiv meine Reputation im Blick auf das Berufsleben schützen und pflegen?
  • Profil und Transparenz im Web 2.0: Ist die Anonymität eine gute Strategie? Warum wird es immer wichtiger sein, eigenes Profil im Web aktiv zu gestalten? Was ist bei der Transparenz und Profilgestaltung im Web 2.0 zu beachten?
  • Persönliche Markenbildung: Was bringt mir die persönliche Markenbildung im Internet? Was ist Personal Branding und was sind die zentralen Komponenten?
  • E-Portfolio und persönliche Markenbildung: Wie kann E-Portfolio zur persönlichen Markenbildung eingesetzt werden? Was ist bei der Selbstdarstellung und Abbildung der eigenen Entwicklung zu beachten?
  • Persönlicher Datenschutz: Wie schütze ich mich und meine Daten und bleibe dabei aktiv im Web 2.0? Was ist bei Impressum und Haftung für User Generated Content (u.a. Blogartikel, Podcasts) zu beachten? Wie gestalte ich einen Disclaimer für meinen Blog, Wiki etc.

Der virtuelle Gastortrag kam heute von Marcel Dux aus der HTW in Berlin.

Die Aufzeichnung in Adobe Connect finden Sie hier: http://breeze.beuth-hochschule.de/p60502134/

Vielen Dank an den Referenten für eine aktivierende Gestaltung des Gastvortrags und das Eingehen auf die Fragen der Studierenden.

Im Praxisteil haben wir uns mit Mash-ups beschäftigt. Neben der kurzen Einführung in das Thema und die Arten von Mash-ups, konnten Studierende einen ersten Einblick in die Handhabung von Netvibes, iGoogle, Map A List und Yahoo Pipes gewinnen.

Ein Teil der Hausaufgabe besteht in der Umsetzung des Mash-ups Konzeptes im eigenen E-Portfolio, z.B. durch die Einbindung von Widgets oder die Gestaltung einer Startseite mit Netvibes. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!