Mit ‘#aw448’ getaggte Beiträge

Mit dem Start des neuen Wintersemesters im Studium Generale an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, erlebt auch das Modul AW448 “Web 2.0 und die Gesellschaft” ein gewisses Remake. Die Neuausrichtung ist mit der neuen Gastprofessur “Digital Media und Diversity” im FBI verbunden, welche im Gender- und Technik-Zentrum eingebettet ist. Im Rahmen der Gastprofessur soll ein Forschungscluster zu Gender- und Diversity-Themen in der Medienforschung in Bezug auf die digitalem Medien (u.a. Web 2.0 und Mobiles Web) entstehen.

In diesem Semester steht dementsprechend das Thema Diversity & Divide in der Gesellschaft im Vordergrund, d.h. wir widmen wir uns der Frage danach, inwiefern die Nutzung von Web 2.0 die Vielfalt und die Spaltung in der Gesellschaft zur Folge hat bzw. bereits vorhandene Spaltungen vertieft oder reduziert. Zum einem beschäftigen wir uns damit, wie Web 2.0 zu mehr Vielfalt in Bezug auf Gender, Alter, Herkunft und Ethnie durch die neuen Partizipations- und Vernetzungsmöglichkeiten beiträgt bzw. beitragen kann. Zum anderen betrachten wir Entwicklungen, die darauf hindeuten, dass Web 2.0 auch zu Spaltungen führen kann bzw. vorhandene Spaltungen verstärken kann. Wir vergleichen hierzu die Zugangsmöglichkeiten und die Nutzungspraktiken in verschiedenen Ländern und Weltregionen, und diskutieren Unterschiede in Voraussetzungen, sei es in Bezug auf Bildung, Kompetenzen, Einkommen, Behinderung oder soziales Milieu.

Neben der Thematisierung und den Diskussionen zum Thema “Web 2.0: Vielfalt und Spaltung” in der Lehrveranstaltung, finden im Wintersemester zwei studentische Projekte statt, in denen Studierenden ausgewählte Fallbeispiele in der Nutzung von Web 2.0 aus der Diversity-Divide-Perspektive betrachten und die Erkenntnisse in eigenen E-Portfolios dokumentieren. Am Ende des Semesters werden studentische Arbeiten als kompakte Zusammenfassungen in einem digitalen Buch erscheinen. Mehr dazu bald in diesem Blog.

Ich wünsche allen Studierenden einen gelungenen Start in das neue Semester und freue mich auf die spannende Zeit, die vor uns liegt!

Wissenschaft 2.0 war das Thema im Kurs „Web 2.0 und die Gesellschaft“ am 21. und 22. Mai (AW448 1a + 1b).

Grundlage waren die verschiedenen Diskussionsstränge rund um die öffentliche Wissenschaft (Open Science), welche Prof. Gabi Reinmann in Ihrem Blogartikel zum Thema „Wissenschaft 2.0?“ beschreibt. Diese umfassen neue Möglichkeiten und Praktiken in den Bereichen:

    1. Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis
    2. Öffentlicher Zugang zu Wissenschaft (Open Access)
    3. Öffentliche Beschäftigung mit der Wissenschaft
    4. Partizipative Wissensproduktion (Zusammenarbeit der Wissenschaftler)
    5. Öffentlich wirksames Wissenschaftsmarketing

Eine eigene Perspektive auf diese und verwandte Themen hat Dr. Wolfang Reinhardt aus der Universität Paderborn in seinem Gastvortrag zum Thema „Research 2.0 – Wie Forscher das Web 2.0 nutzen“ aufgezeigt. Der Gastvortrag ist als Slidecast in Slideshare zu finden (Dauer 15 Minuten). In dem Gastvortrag spricht Wolfgang Reinhard u.a. über das Filterproblem und bezieht sich dabei z.T. auf seine Doktorarbeit zum Thema „Awareness“. Dabei spannend finde ich die Diskussion dazu, inwiefern programmierte Filter  (u.a. Recommender-Systeme) unseren Umgang mit Informationen tatsächlich erleichtern können und wie das Zusammenspiel zwischen den Anforderungen an die Informations-/Medienkompetenzen der Nutzer und an die Gestaltung solcher Systeme ausgelegt werden kann. Was meinen Sie dazu?

Enterprise 2.0 beschreibt den Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen. Der Begriff wurde von dem Harvard-Professors Andrew P. McAfee in dem Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ eingeführt. Dort definiert Andrew P. McAfee Enterprise 2.0 folgendermaßen:

„Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers“

In den beiden Gruppen im Rahmen der Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ haben wir das Thema „Enterprise 2.0“ vor allem in Bezug auf die Änderungen in der  Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen diskutiert. Dazu habe ich zwei Gastreferenten eingeladen, um die aktuellen Entwicklungen in der Unternehmenspraxis zu beleuchten:

Die beiden Gastvorträge wurden in Adobe Connect aufgezeichnet und stehen allen Interessierten in Vimeo zur Verfügung.

Vielen Dank an die beiden Referenten für die interessanten Einblicke in das Thema Enterprise 2.0!

Gastvortrag von Dr. Jochen Robes (Weiterbildungsblog)

Gastvortrag von Harald Oppelcz (capinio)

Weitere Informationen zum Thema „Enterprise 2.0“ finden Sie auch hier:

Recht im Web 2.0

Veröffentlicht: April 24, 2012 in Recht 2.0
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Recht im Web 2.0 war das Thema des Gastvortrags vom Rechtsanwahlt Thomas Schwenke (Schwenke & Dramburg) aus Berlin. Herr Schwenke berichtet zu vielen aktuellen Themen und aktuellen Entwicklungen rund um Recht und Social Media im Blog spreerecht.de – sehr empfehlenswert für alle, die sich über rechtliche Aspekte von Facebook PlugIns, Google Analytics, Social Media Marketing und vieles mehr informieren wollen.

In seinem Vortrag gibt Thomas Schwenke verständliche Antworten auf viele komplexe Fragen, u.a.:

  • Warum gibt es Probleme mit dem klassischen Urheberrecht im Web 2.0?
  • Warum gewinnt die Diskussion zum Urheber- und Datenschutzrecht in der letzten Zeit an Bedeutung?
  • Wovon leben Soziale Netzwerke und inwiefern verhalten sie sich rechtskonform?

Schauen Sie sich die Aufzeichnung im Vimeo-Kanal oder direkt unten an. Für diejenigen, die gerne etwas dazu noch lesen möchten, gibt es das Buch von Thomas Schwenke „Social Media Marketing und Recht“ erschienen beim O’Reilly Verlag in 2012.

Vielen herzlichen Dank für den tollen Vortrag an @thsch

 

Evaluation und E-Portfolios

Veröffentlicht: Februar 20, 2012 in Evaluation
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Das Wintersemester ist zu Ende und die Evaluationsergebnisse sind da. Ich blicke auf die gemeinsamen Erfahrungen im Modul „Web 2.0 und die Gesellschaft“ mit viel Freude zurück. Es war spannend die Erweiterung/Veränderung der mitgebrachten Perspektiven und die Entwicklung der Kompetenzen in der  E-Portfolio-Arbeit zu beobachten. Mit den Ergebnissen der E-Portfolio-Arbeit bin ich sehr zufrieden – viele Studierende haben Web 2.0 gestalterisch-kreativ eingesetzt und viele spannende Mikroartikel mit einer eigenen Reflexion geschrieben.

Hier ein paar gelungene Beispiele für E-Portfolios aus dem Kurs „Web 2.0 und die Gesellschaft“

Nach dem Semester ist vor dem Semester und damit kommt nun die Zeit für eine Reflexion. Hier helfen mir vor allem die Kärtchen, auf denen die Studierenden in der Abschlussveranstaltung die positiven und die negativen Eindrücke aus dem Seminar festgehalten haben. Daraus lerne ich vor allem, dass die Studierenden:

  • die interaktive Gestaltung der Lehrveranstaltung und die praktische Nutzung von Web 2.0
  • die Themenauswahl und die Themenbreite inklusive der Praxisbeispiele
  • die virtuellen Gastvorträge mit zusätzlichen Einblicken/Meinungen zu verschiedene Kursthemen
  • die E-Portfolio Arbeit insbesondere im Bezug auf die neue Möglichkeit der Leistungsdarstellung

auf der sonnigen Haben-Seite verbucht haben.

Auf der Soll-Seite stehen vor allem:

  • Die Vorgabe zu der Anzahl und zur thematischen Ausrichtung der Mikroartikel im E-Portfolio. Hier wünschen sich die Studierenden noch mehr Auswahl- und Gestaltungsfreiheit.
  • Hoher Zeitaufwand vor allem im Bezug auf die Recherche und das Verfassen von Mikroartikel im E-Portfolio. Hier schlagen Studierende vor: Zum einen, keine Angaben zum Umfang der Mikroartikel zu machen, und zum anderen, verschiedene Formate der E-Portfolio-Beiträge anzubieten.
  • Anmeldung bei vielen verschiedenen Web 2.0 Diensten. Hier schlagen Studierende vor, dass sich jeder Studierende am Anfang des Kurses eine temporäre E-Mail Adresse für den Kurs anlegt.

Ich danke allen für diese konstruktive Kritik und die Verbesserungsvorschläge! Diese werde ich bei der Konzeption und Gestaltung des Moduls im Sommersemester berücksichtigen.

Ambivalent bleiben, ähnlich wie im letzten Jahr, die zwei folgenden Punkte:

  • Freiwillige Teilnahme vs. Anwesenheitspflicht? Einige Studierende sind mit der freiwilligen Teilnahme zufrieden, andere  schlagen die Anwesenheitspflicht vor, um die regelmäßige Teilnahme zu erhöhen.
  • Web 2.0 Tools: mehr oder weniger? Einige Studierende wünschen sich noch mehr praktischer Erfahrung, andere plädieren für weniger Tools.

Im Bezug auf die letzten zwei Punkte möchte ich im Sommersemester einen Gamification-Ansatz ausprobieren, mit dem Ziel , ohne zu viel Zwang und Druck zur aktiven Teilnahme und zur über die direkten Erfahrungen im Seminarraum hinausgehende Exploration der weiteren Tools, Formate etc. anzuregen. Mal schauen, ob es klappt. Ich freue mich auf die neue Konzeptionsphase!

Seminar-Blog 2011 in Review

Veröffentlicht: Januar 1, 2012 in Uncategorized
Schlagwörter:

Der Jahresbericht von WordPress.com für den Seminar-Blog.

Ein Auszug:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa4.600 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

In 2011 gab es 19 neue Posts, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 28 posts. Es wurden 2 Bilder hochgeladen, das macht 545kb an Bildern.

Mit 133 Besuchern war der 17. Oktober der geschäftigste Tag des Jahres.Wissensmanagement 2.0 war der beliebteste post an diesem Tag.

Click here to see the complete report.

Wissenschaft 2.0 ist ein interessantes und breites Thema. Viele Studierende, vor allem Bachelor-Studierende, die gestern an der Lehrveranstaltung teilgenommen haben, haben sich wahrscheinlich gefragt „Was hat Wissenschaft 2.0 mit meinem Leben zu tun?“

Ich hoffe, dass die Themen, die vorgestellt und diskutiert wurden, u.a.:

  • Literaturverwaltung und Forschungskooperationen mit Mendeley
  • Open Access und deren für den Zugang zu Informationen und gleichzeitig für den Impact der Forschung
  • Creative Commons Lizenzen als Baukastensystem für Jedermann
  • Virtuelle Kooperationen der Wissenschaftler am Beispiel des Projekts L3T

einige wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten der Gestaltung verschiedener wissenschaftlicher und wissenschaftsnaher Aktivitäten im Studium und darüber hinaus gegeben haben. Literaturverwaltung, Open Access, Creative Commons und virtuelle Zusammenarbeit – all das können Studierende gewinnbringend für sich und andere einsetzen.

Der virtuelle Gastvortrag von Dr. Martin Ebner (TU Graz) zum L3T-Projekt, bezog sich auf mehrere Aspekte von L3T, u.a. Open Educational Resources, Open Access, virtuelle Kollaborationen, PR und Marketing und Refunding von derartigen Projekten. Die Aufzeichnung befindet sich im Vimeo-Kanal „Web 2.0 und Mobile Web“. Die Folien hat Martin Ebner auf SlideShare veröffentlicht und dazu einen Blogbeitrag geschrieben.

@mebner danke für den interessanten Bericht aus erster Hand!