Recruiting 2.0 hat unterschiedlichen Facetten und kann aus unterschiedlichen Perspektiven Betrachtet werden. Bezogen auf die Darstellung der Bewerber in Social Media ist u.a. von Personal Branding die Rede. Bezogen auf die Darstellung der Arbeitgeber wiederum wird von Employer Branding gesprochen. Für alle Beteiligten ist Online Reputation Management entscheidend. Diese und ähnliche Themen standen im Vordergrund der heutigen Lehrveranstaltung.

Angefangen haben wir mit dem Thema Social Screening und der SHRM Studie aus 2011, aus der sichtbar wird, dass – wider Erwartungen – nur wenige Organisationen Social Screening als Methode zur Bewertung von Kandidaten anwendet: Nur 18% der an der Studie Beteiligten HR Spezialisten aus den USA gaben an, Social Screening in der Praxis einzusetzen, um zusätzliche Informationen über Aktivitäten der Bewerber zu gewinnen. Die wichtigsten Gründe für diese Zurückhaltung liegen in den Bedenken bzgl. der rechtlichen Konsequenzen, welche u.a. auf Diskrimination schließen lassen könnten. Wenn gescreent wird, dann sind es meistens Kandidaten für Management-Positionen. Diese werden meistens nach dem Jobinterview und vor dem Jobangebot in Social Media gescreent. Dazu werden vor allem solche Kanäle wie LinkedIn, Facebook, MySpace und Twitter nach Aktivitäten durchsucht.

Was jedoch die Suche nach geeigneten Kandidaten angeht, hier zeigt eine andere Studie von SHRM, dass ca. 56% der Befragten HR Spezialisten Social Media einsetzt. Davon suchen 72% nach passiven Kandidaten, was auf einen Wandel in der Personalrekrutierung hinweist: man schaltet nicht nur Anzeigen an und wartet auf aktive Bewerber, sondern nutzt die Möglichkeiten von Social Media auch passive Bewerber zu entdecken und sie über Karrieremöglichkeiten zu informieren. Laut der Studie von LinkedIn mit dem Titel „Recruiting 2.0“ setzten in Deutschland ca. 29% der Unternehmen Soziale Netzwerke als Rekrutierungsinstrumente ein.

Vor diesem Hintergrund haben wir über die Möglichkeiten von Personal Branding diskutiert, vor allem warum persönliche Markenbildung und Online Reputation Management an Bedeutung gewinnt und wie diese von einzelnen Bewerbern aktiv und bewusst in den Griff genommen werden kann.

Unser Gastdozent – Tobias Kärcher – stellte anschließend die Perspektive der Arbeitgeber dar. In seinem Vortrag zum Thema „Employer Branding“ hat Tobias Kärcher viele interessante Beispiele für Employer Branding vorgestellt und auf wichtige Aspekte hingewiesen, u.a. jeder Employer Branding Strategie ist sehr individuell und muss an die jeweiligen Zielgruppen und Ziele angepasst werden. Aus diesem Grund ist es schwierig eine Bewertung oder ein Rating von Unternehmen bezogen auf die Branding-Strategie vorzunehmen. Die Aufzeichnung des Vortrags befindet sich ich im Vimeo-Kanal „Web 2.0 und Mobile Web“ – ich lade alle dazu ein, sich die Aufzeichnung anzuschauen. Wen das Thema „Recruiting 2.0“ interessiert sollte auch den lesenswerten Blog – Wollmilchsau – kennenlernen!

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