Politik 2.0

Veröffentlicht: Mai 4, 2011 in Politik 2.0
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Das Thema der gestrigen Sitzung war „Politik 2.0“ mit einem besonderen Fokus auf das Thema „Demokratie 2.0“, u.a. im virtuellen Gastvortrag von Martin Linder. Im Praxisteil haben wir kurz das Thema Microblogs und Microblogging angerissen.

Zum Thema „Politik 2.0“ haben wir zunächst mehrere Beispiele aus dem Inland und Ausland betrachtet, u.a. Schlichtung Stuttgart 21, Direkt zu Kanzlerin, Bundeshaushalt und Open Data, Ägyptische Revolution, Regieren 2.0 von Barack Obama, Elektronische Parlamentswahlen in Estland, und dabei persönliche Meinungen und Wahrnehmungen zu diesen Beispielen geäußert.

Dabei gingen wir vor allem auf die Frage ein, was Web 2.0 mit der Demokratie zu tun hat und was die Risiken und Chancen von Bürgerpartizipation, Offenheit und Transparenz im Blick auf politische Prozesse, Meinungsbildung und gesellschaftliche Mitbestimmung sind.

Daraufhin haben wir uns mit verschiedenen E-Partizipationsformen, d.h. Beteiligungsformen im Internet, beschäftigt. Diese können wie folgt kategorisiert werden:

  • E-Information
  • E-Transparenz
  • E-Konsultation
  • E-Petition
  • E-Diskurs
  • E-Wahlen

Weitere Informationen: http://www.e-demokratie.org/elektronische-beteiligungsformen

Der virtuelle Gastvortrag vom Martin Lindner kam in Anschluss an meinen Vortrag und unsere Diskussion. Der Vortrag basierte auf dem folgenden Beitrag:

Lindner, Martin (2009). Deutsche Digitale Republik:

http://www.scribd.com/doc/30856241/Reboot-D-Buergergesellschaft-Lindner

Martin Lindner hat im Bezug auf Open Data ein interessantes Beispiel aus UK zur Transparenz der Informationen zu Schulen vorgestellt: http://www.schooloscope.com/

Die Aufzeichnung des Gastvortrags kann unter dem folgenden Link abgerufen werden: http://breeze.beuth-hochschule.de/p49145265/

Danach blieb leider nicht mehr viel Zeit, um Microblogging in der Praxis zu vertiefen, so dass wir dieses Thema am Anfang der nächsten Sitzung noch eingehen werden.

Wie besprochen, können Studierende weitere Fragen an den Gastdozenten zum Thema Politik 2.0/Demokratie 2.0 über die Kommentar-Funktion in diesem Blog stellen und auch ggf. nach weiteren interessanten Beispielen fragen, um Ideen für die Bearbeitung der Hausaufgabe (Mikroartikel zum Thema „Politik 2.0“) zu gewinnen.

Vielen Dank an Martin Lindner für den interessanten Vortrag und schon mal vorab für die Antworten auf Fragen der Studierenden.

Die erste Frage wurde im Seminar-Microblog formuliert:

„Wie beurteilen oder wie finden Sie die mediale Betrachtung zum einen von Herrn Westerwelle mit seinen faux pas und zum einen von (Dr.) zu Guttenberg und seiner Plagiatsaffäre?!“

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Kommentare
  1. martin lindner sagt:

    (1) westerwelle: da muss ich erst überlegen, ob westerwelles probleme speziell mit dem web zu tun haben. bis jetzt glaube ich, eher nicht. natürlich wird im netz viel über ihn gespottet, aber mir scheint, dass das parallel auch außerhalb, etwa in der presse geschieht. westerwelle funktioniert in den alten wie in den neuen medien schlecht. (allerdings ich kenne nicht die meinungsbildung innerhalb der FDP, vielleicht organisieren sich die jungen ja da übers internet ;))

    (2) guttenberg: ja, der ist nun tatsächlich von einer eigendynamik überrollt worden, bei der sich zeigte, dass das netz stärker, schneller und lawinenhafter ist als die bild-zeitung. irgendjemand sagte dazu, dass immer dann, wenn das guttenberg-team glaubte, mit geschickt gedrechselten öffentlichen stellungnahmen den tsunami gestoppt zu haben, die diskussion im netz schon wieder zwei schritte weiter war. und es war auch so, dass die impulse aus dem netz auch die bürgerlichen leitmedien stark beeinflusste und vorantrieb. (ich habe das bei der sz verfolgt.) was man hier lernen kann:

    * guttenberg war genau deshalb erfolgreich, weil die leute das gefühl hatte, hier eine „authentische stimme“ zu hören. zugleich entwickelte er diese „stimme“ aber über die traditionellen medien, als kontrast zu den leuten aus dem abgespaltenen politischen apparat.

    * das internet verlangt von allen, mit ihrer eigenen stimme zu sprechen. die stimme verstellen, pr-sprache aller art funktioniert im netz sehr schlecht. (unbedingt lesen: das „cluetrain-manifest“, klassiker von 1999. die kernthesen kin der besten deutschen übersetzung: http://www.baer-coach.de/deutsch/99/cluetrain_04.htm) interessant war zu sehen, dass gerade der anscheinend „authentische“ und „frische“ guttenberg im netz-kreuzfeuer sofort sich als poseur entpuppte, der sein leben lang versuchte (übrigens auch in der dissertation selbst!), sich eine vorgefertigte, anscheinend „souveräne sprechweise“ anzueignen.

    wie gesagt: jede/r sollte intensiv das cluetrain-manifest durchlesen und die einzelnen punkte an konkreten beispielen durchdenken. es ist erstaunlich, wie wenig bis jetzt davon tatsächlich begriffen wurde.

  2. […] und unter anderem auch Politk 2.0. Hierbei kann man das im Blog der Vorlesung nachlesen unter https://aw448.wordpress.com/2011/05/04/politik-2-0/. Da es im Bereich der Geoinformation auch verschiedene Veränderungen in politschen Bereichen auf […]

  3. […] und unter anderem auch Politk 2.0. Hierbei kann man das im Blog der Vorlesung nachlesen unter https://aw448.wordpress.com/2011/05/04/politik-2-0/. Da es im Bereich der Geoinformation auch verschiedene Veränderungen in politschen Bereichen auf […]

  4. […] und unter anderem auch Politk 2.0. Hierbei kann man das im Blog der Vorlesung nachlesen unter https://aw448.wordpress.com/2011/05/04/politik-2-0/. Da es im Bereich der Geoinformation auch verschiedene Veränderungen in politschen Bereichen auf […]

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