Wissensmanagement 2.0

Veröffentlicht: Oktober 18, 2010 in Wissensmanagement 2.0
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Das Thema der heutigen Sitzung war „Wissensmanagement 2.0“. Hierzu habe ich einen Gastdozenten, Dr. Alexander Stocker, eingeladen, der einen virtuellen Kurzvortrag zu diesem Thema über das Webkonferenz-System Adobe Connect angeboten hat.

Herr Stocker hat zunächst seine Aktivitäten im Bereich „persönliches Wissensmanagement 2.0“ vorgestellt und dann zum Wissensmanagement 2.0 im Unternehmen übergeleitet. Hierzu haben wir am Beispiel von Siemens erfahren, wie ein großes Unternehmen standort- und teamübergreifendes Wissensmanagement mit Web 2.0 gestalten kann. Interessant war zu erfahren, dass sich Unternehmen bei der Einführung von Web 2.0 in einem Spannungsfeld zwischen der Selbstorganisation aus dem Web 2.0 und der Fremdorganisation (durch Hierarchien, Prozesse) im Unternehmen, d.h. zwischen persönlichem und organisationalem Wissensmanagement, befinden.

Hier erfahren Sie mehr zu diesem Vortrag:

Leider hatten wir heute wegen Server-Ausfall mit der Technik zu kämpfen, so dass wir ohne Kamera- und Ton-Übertragung aus dem Seminar-Raum den Vortrag durchführen mussten. Trotz der technischen Schwierigkeiten ist es Dr. Alexander Stocker gelungen, einen spannenden Vortrag zu halten. Vielen Dank dafür! Auch für die fehlende Ton-Übertragung aus dem Seminar-Raum haben wir eine Lösung gefunden – Studierende haben Ihre Fragen an den Dozenten im Seminar-Wiki gestellt. Ein Student hat dann diese Fragen aufbereitet und über das Chat-Fenster an den Dozenten gesendet. Somit hatten wir eine gemischte (Text-Audio) zweiseitige Kommunikation hererstellt.

@Alexander Stocker @Studierende – was sind Ihre Beobachtungen?

Danke für die Kommentare 🙂

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Kommentare
  1. Ich bin der erste 😉 Nochmals vielen Dank Frau Buchem, für die Einladung und auch danke an die Studentinnen und Studenten für die vielen spannenden Fragen.
    Gerne diskutiere ich auch hier im Blog weiter mit. Viele Grüße aus Graz, Alexander Stocker

  2. Vielen Dank für das Angebot. Ich bin gespannt, ob noch weitere Fragen kommen werden. Interessant fand ich die Frage zum möglichen Overkill an Tools und Informationen und die Frage zum möglichen Verlust von sozialen Komponenten durch Web 2.0 im Unternehmen. Diese Befürchtungen zeichnen sich auch deutlich in den Kommentaren zum Blog-Artikel „Web 2.0 und sozialer Wandel“ https://aw448.wordpress.com/2010/10/11/web-2-0-und-sozialer-wandel/

    • Die Frage mit dem Overkill ist mehr als berechtigt.
      Ich persönlich finde es jedoch wesentlich besser, zu viel informiert zu sein, als zu wenig. Hier setzt das Web 2.0 zumeist auf menschliche Filter (durch Communities und Netzwerke). Was für meine Gruppe/Team interessant ist, ist es womöglich auch für mich. Die Arbeit mit den neuen Tools (zB mit Microblogging) benötigt jedoch auch einiges an Erfahrung (und Medienkompetenz). Meist hilft hier Experimentieren weiter – man darf nur nicht zu früh abbrechen 😉

      Ich gehe davon aus, dass ein Paradigmenwechsel in den Unternehmen stattfinden wird. Spricht man mit jungen Leuten (z.B. mit Schülern), dann sieht es fast so aus, als wären „Social Activity Streams“ wie beispielsweise auf Facebook das „normalste“ auf der Welt. In Unternehmen soll eine ähnliche Entwicklung stattfinden. Ich ziehe gerne Vergleiche zur Einführung des Personal Computers (den man ursprünglich nur als „bessere“ Schreibmaschine verwendete, obwohl man um sein Potenzial schon wusste) bzw. mit der Nutzung von E-Mail und der Erkenntnis, wie lange es gedauert hat, bis eine breite Masse an Menschen E-Mail als Kommunikationsmittel (vor allem im Kontext von Unternehmen) akzeptierte.

      • Hendrik Höcke sagt:

        Ein spätes Hallo von mir,

        ihr Vortrag hat mir gefallen.
        Ihre Meinung zur Nutzung von Web 2.0 Diensten und zum Wandel in Firmen kann ich allerdings nur bedingt teilen.
        Der Overkill im Web 2.0 besteht nicht allein aus der Informationsflut die heute auf uns ein prasselt -nebenbei ein riesen Problem- sondern eher die Masse an Tools und gadgeds die oft alle das gleiche tun. Es gibt heute kaum noch vernünftiges Bewertungssysteme für diese ganze Art von Programmen. Als normaler Anwender ist man heute kaum noch in der Lage zu bestimmen ob das ein Programm ist was ich brauche damit es mir mein Leben erleichtert oder nicht.
        Mittlerweile braucht man ja schon Programme die mir im Web 2.0 andere Web 2.0 Dienste zusammen fasst um zu erfassen was da alles noch passiert. Von Erleichterung ist hier keine Spur mehr.
        Auch der Strategiewechsel von Firmen lässt mich eher zweifeln als Freudensprünge machen. Natürlich kann ich Mitarbeiter über Sociale Dienste viel besser an meine Firma binden und für das begeistern was ich so vor habe auch identifizieren sich Mitarbeiter viel stärker mit ihrem Unternehmen wen sie es in ihr privates Umfeld mit einbinden können. Aber wo ist dann die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit? Ich bin heute schon 24 Std. für meinen Chef erreichbar, sociale Dienste verstärken da auch den Druck von meinem Urlaubsort zu Arbeiten oder in meiner Freizeit generell. Auch ist Teamwork was beidem ich mit Leuten an einem Tisch sitze und ein Problem löse, nicht via Skype oder Forum kommuniziere, in einer Face2 Face Situation kann ich sofort feststellen ob ich mit diesem Menschen ein Projekt erfolgreich durchziehen kann/will oder nicht, ein Vorteil den das Web 2.0 mir nicht bieten kann . Nennen sie mich altmodisch aber Dienste die meine social-empathisches Verhalten eingrenzen anstatt es zu fördern, lassen mich eher an „Die schöne neue Welt“ denken als an technische Errungenschaften.

  3. Sie haben natürlich Recht. Das Web 2.0 bringt eine Vielzahl neuer Dienste mit sich, sowie das Web eine Vielzahl von Informationen hervorgebracht hat. Parallel dazu haben sich jedoch eine Reihe von Portalen entwickelt, welche als Filter für Informationen oder Dienste agieren, um den Nutzer bei der Auswahl zu unterstützen. (Analog dazu sind Zeitschriften Filter für eine bestimmte Art von Informationen – auch hier gibt es unzählige Zeitschriften und ich weiß vorab nicht, welche mir besser gefällt. Habe ich mich einmal entschieden, dann bleibe ich auch eine gewisse Zeit dabei)

    Was die unternehmensinterne Nutzung von Diensten betrifft, kann beispielsweise die IT die Suche nach einem geeigneten Tool übernehmen (tut sie meist nicht, ich weiß – das machen die User selbst ;-). Es gibt in der Zwischenzeit einige Dienstklassen, zB Wiki, Weblog, Social Networking, Media Sharing, Microblogging. Umfassende Lösungen bieten bereits einen oder mehrere Dienste an (wie zB Atlassian mit Confluence). Daher kommen Unternehmen (wie beispielsweise Siemens BT) auch nur mit einem solchen Dienst (References@BT) im Intranet aus.

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