Mit ‘enterprise 2.0’ getaggte Artikel

Enterprise 2.0 beschreibt den Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen. Der Begriff wurde von dem Harvard-Professors Andrew P. McAfee in dem Artikel “Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration” eingeführt. Dort definiert Andrew P. McAfee Enterprise 2.0 folgendermaßen:

“Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers“

In den beiden Gruppen im Rahmen der Lehrveranstaltung “Web 2.0 und die Gesellschaft” haben wir das Thema “Enterprise 2.0″ vor allem in Bezug auf die Änderungen in der  Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen diskutiert. Dazu habe ich zwei Gastreferenten eingeladen, um die aktuellen Entwicklungen in der Unternehmenspraxis zu beleuchten:

Die beiden Gastvorträge wurden in Adobe Connect aufgezeichnet und stehen allen Interessierten in Vimeo zur Verfügung.

Vielen Dank an die beiden Referenten für die interessanten Einblicke in das Thema Enterprise 2.0!

Gastvortrag von Dr. Jochen Robes (Weiterbildungsblog)

Gastvortrag von Harald Oppelcz (capinio)

Weitere Informationen zum Thema “Enterprise 2.0″ finden Sie auch hier:

Enterprise 2.0 ist seit 2006, d.h. seit dem Andrew McAffee seinen Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ veröffentlicht hat, in aller Munde. Die Ursprünge reichen aber zumindest bis ins Jahr 1999, in dem das bekannte Cluetrain Manifest nach den traumatischen Erlebnissen der Dot-Com-Blase erschienen ist. Schon damals wurde Enterprise 2.0-ähnliche Thesen formuliert, wie u.a.

  • Märkte sind Gespräche.
  • Das Internet ermöglicht Gespräche zwischen Menschen.
  • Die Märkte bestehen aus Menschen, nicht aus demographischen Segmenten.
  • Hyperlinks untergraben Hierarchien.
  • Die vernetzten Gespräche ermöglichen es, dass sich machtvolle neue Formen sozialer Organisation und des Austauschs von Wissen entfalten.
  • Als Resultat dieser Entwicklung werden Märkte intelligenter, besser informiert und besser organisiert.
  • Es gibt keine Geheimnisse mehr. Die vernetzten Märkte wissen über die Produkte der Unternehmen mehr, als die Unternehmen selbst. Ob die Nachricht gut oder schlecht ist, sie wird weitergegeben

Heute im Seminar haben wir uns diesem spannenden Thema gewidmet.

Ausgehend von der Definition von Enterprise 2.0 von Andrew McAfee:

“Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers”,

welche er in diesem Video auf YouTube noch genauer erläutert,

haben wir über Enterprise 2.0 als Plattform und Enterprise 2.0 als Unternehmenskultur diskutiert.

Unsere Gastdozentin heute war Frau Ellen Trude, die als Training Consultant bei Bayer Business Services GmbH, arbeitet und im Blog “Trainingskonzepte” bloggt. Frau Trude stellten den Ansatz von Enterprise 2.0 sehr plastisch dar. Die Aufzeichnung des Gastvortrags steht im Vimeo für alle Interessierten zur Verfügung. Ellen Trude hat den folgenden Link zu Policies und Guidelines für Social Media vorgeschlagen: http://livebinders.com/play/play?id=6233 und Ihre Folien in SlideShare hinterlegt. Sie können auch den Vimeo-Channel mit Aufzeichnungen aus der Lehrveranstaltung “Web 2.0 und die Gesellschaft” abonnieren.

Ich bedanke mich bei Frau Trude für den Vortrag und den Austausch mit den Studierenden und freue mich auf die ersten Mikroartikel der Studierenden zum Thema “Enterprise 2.0″.

Am 19. April hat im Rahmen der Sitzung zum Thema „Enterprise 2.0“ ein Workshop mit Frau Silvia Luber (Time2Learn) stattgefunden. Frau Luber begleitet durch Beratung und Coaching den Wechsel von einem klassischen Arbeitsumfeld hin zu Aufgaben in einer virtuellen Umgebung in Unternehmen. Die Studierenden konnten somit umfassende Einblicke in die Praxis gewinnen und das Thema Enterprise 2.0 anhand interessanter Praxisbeispiele diskutieren.

Hier eine kurze Zusammenfassung von F. Luber:

In vielen Unternehmen der freien Wirtschaft aber auch in Organisationen und öffentlichen Einrichtungen spricht man heute von Enterprise 2.0. Was aber ist eigentlich damit gemeint und vor allem – hat dieser Begriff für die unterschiedlichen Nutzer die gleiche Bedeutung?

Einig sind sich wohl alle darin anzunehmen, dass  Enterprise 2.0 eine neue Qualität der Vernetzung von Arbeitsprozessen innerhalb einer Organisation darstellt,  was speziell durch den Einsatz von Internet-Technologien getragen wird. Das erklärte Ziel dieser Prozesse ist allerdings eine umfassende und intensivere Zusammenarbeit von Mitarbeitern im Unternehmen, mit Kunden, Geschäftspartnern, Dienstleistern oder Lieferanten basierend auf Sozial –Media-Tools . Dadurch entstehen völlig neue Ansätze z.B. zur Lösung von Herausforderungen im Tagesgeschäft, zur Gestaltung von Innovationsprozessen und des Wissensmanagements in der Organisation.

Unternehmensziele (stark verkürzt) lesen sich dann wie in den folgenden Beispielen:

  • Geschäfte in virtuellen Welten machen
  • Digitale Inhalte für den Kunden bereitstellen
  • Flexibilität in Geschäftsmodelle und Informationssysteme einbauen
  • Marketing und Markenkommunikation befördern

An dieser Stelle beginnen die Fragen vieler Akteure in Unternehmen und Institutionen, wie denn solche vernetzen kollaborativen Arbeitsprozesse eigentlich im Detail zu gestalten seien und welche Anforderungen auf die betroffenen Mitarbeiter zukommen?

Durch Erfahrungen aus der Praxis wird ganz deutlich, dass der kompetente Umgang mit den entsprechenden Tools der technischen Infrastruktur  allein nur ein Teil der Herausforderungen sein kann.

Wesentlicher sind wohl die Veränderungsprozesse, die die Menschen in ihrem sozialen Verhalten in der Arbeitsumgebung selbst betreffen.

Wie wirken sich firmeninterne Blogs auf den Umgang mit Wissen und Erfahrungen aus? Welchen Beitrag kann ein Firmenwiki bei Entscheidungsprozessen in Projekten leisten? Hilft eine interne Kommunikationsplattform tatsächlich dabei, eine moderne Kommunikationskultur zu etablieren?

Die Liste der Fragen kann mit Sicherheit erweitert werden und bietet Raum für interessante Diskussionen.

Ich bedanke mich herzlich für den interessanten Workshop und lade die Studierenden dazu ein, über die Kommentar-Funktion in diesem Blog mit F. Luber über weitere Aspekte von Enterprise 2.0 zu diskutieren.